Eine Impfung gegen
Meningokokken B
In den letzten Jahren wurden die meisten Erkrankungen durch Meningokokken der Gruppe B verursacht. Daher ist die Impfung möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat empfohlen.
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Meningokokken-Infektionen sind selten, aber gefährlich: Sie können innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen.
Etwa 1 von 10 erkrankten Personen stirbt trotz bester medizinischer Versorgung.
Bis zu 20% der Überlebenden erleiden dauerhafte Folgeschäden wie Amputationen, Hirnschäden oder großflächige Vernarbungen.
Es gibt Impfstoffe gegen die 5 Gruppen, die die allermeisten Erkrankungen verursachen (A, B, C, W, Y).
Bakterien der Art Meningokokken (wissenschaftlicher Name: Neisseria meningitidis) können eine Entzündung der Hirnhäute auslösen, welche das Gehirn umgeben. Die Hirnhäute heißen Meningen, und daher ist die Entzündung der Meningen eine Meningitis. Eine Infektion mit Meningokokken kann aber auch zu einer schweren Infektion des Blutes (Sepsis) führen.
Meningokokken kommen im Nasen-Rachenraum von etwa 1-10% der gesunden Bevölkerung vor. Diese Personen erkranken selber nicht, können die Bakterien aber verbreiten. Dies geschieht durch Tröpfchen z.B. beim Husten, Niesen oder Küssen. Enger Kontakt zwischen Personen erhöht das Risiko.
Meningokokken-Erkrankungen können jeden treffen. Das größte Risiko haben aber Säuglinge, Kinder bis 5 Jahre und Jugendliche.
Bei einer Meningokokken-Erkrankung können zunächst grippeähnliche Symptome auftreten, welche sich sehr schnell verschlimmern. Die häufigsten Symptome einer Meningitis (Hirnhautentzündung) sind ein steifer Nacken, hohes Fieber, Lichtsensibilität, Verwirrung, Kopfschmerzen und Erbrechen. Bei Kleinkindern können diese Symptome schwer zu erkennen sein - sie können aber auch vollkommen fehlen. Kleinkinder erscheinen dann oft träge oder reizbar, erbrechen oder haben keinen Appetit. Eine schwerere Form der Meningokokken-Erkrankung ist die Sepsis (Blutvergiftung), welche durch einen dunkelvioletten Hautausschlag und eine schnelle Schädigung des Blutkreislaufs und von Organen gekennzeichnet ist.
Selbst wenn die Erkrankung früh diagnostiziert und die richtige Behandlung begonnen wird, können Erkrankte sterben – oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome. Bis zu jeder 5. Überlebende einer Meningokokken-Erkrankung leidet an schweren Folgeschäden wie Entwicklungsstörungen, Hirnschäden, Taubheit, Vernarbungen und/oder Amputationen.
In den letzten Jahren wurden die meisten Erkrankungen durch Meningokokken der Gruppe B verursacht. Daher ist die Impfung möglichst früh ab dem vollendeten 2. Lebensmonat empfohlen.
Die Impfung gegen Meningokokken C sollte bevorzugt zwischen dem 13. und dem 15. Lebensmonat verabreicht werden und ist ebenso wie die Meningokokken B Impfung kostenpflichtig.
Die ACWY-Kombinationsimpfung ist in Österreich für Kinder vom vollendeten 10. bis zum vollendeten 13. Lebensjahr im Rahmen des kostenfreien Impfprogramms gratis erhältlich.
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